Die optimale Basis schaffen

Zusätzliche Wertschöpfung durch klimaneutrale Energieträger

Kompostierer

Alles, was kompostierbar ist, kann durch MobiGas auch zu Biogas vergoren werden

Alles, was kompostierbar ist, kann durch MobiGas auch zu Biogas vergoren werden Da nur ein Teil des Kohlenstoffs von den anaeroben Mikroorganismen zu Biogas umgewandelt wird (Lignin kann anaerob nicht umgesetzt werden), verbleibt ein Großteil des Kohlenstoffs im Rohkompost und wird zu hochwertigem Humusdünger fertig kompostiert. Die Produktion von erneuerbarer Energie und hochwertigem Kompost ist die optimale Kombination für eine moderne Kompostierungsanlage. Durch die Verschränkung der anaeroben Vergärung mit der nachgeschalteten Kompostierung wird das angenommene Material optimal und im Sinne der kaskadischen Nutzung (Energie- vor Düngerproduktion) verwertet.

Die MobiGas Fermentercontainer sind mit den Rotteboxen der geschlossenen Kompostierung vergleichbar. Der entscheidende Unterschied ist, dass in den gasdicht ausgeführten Fermentern Biogas mit einem Methangehalt von bis zu 60% produziert wird, das einer energetischen Verwertung zugeführt wird, die eine zusätzliche Wertschöpfung darstellt.

Durch die geschlossene Ausführung der Fermenter ist es möglich die Jahreskapazität der zu behandelnden Bioabfallmenge zu erhöhen, da der Teil des Materials der sich in der MobiGas Anlage befindet nicht offen kompostiert wird. Da die oft geruchsintensive Phase der Intensivrotte wegfällt (passiert anaerob im Fermenter), werden Geruchsemissionen deutlich reduziert.

Der Betreuungsaufwand für die MobiGas Anlage beschränkt sich auf das Befüllen und Entleeren der Fermenter sowie einem – empfohlenen - täglichen Kontrollgang auf der Anlage. Über die Verweilzeit des Materials im Fermenter (durchschnittlich 21 Tage) entfällt der Manipulationsaufwand gänzlich.

Landwirtschaftliche Betriebe/ Lebensmittelproduzenten

Biologisch produzierte Lebensmittel stammen von einem ökologisch bewirtschafteten Boden und stellen eine essentielle CO2 Senke dar

Landwirtschaftliche Betriebe und Lebensmittelproduzenten wie Gärtnereien tragen durch den Anbau von Pflanzen jetzt schon viel zum Klimaschutz bei. Die bei der Produktion anfallenden biogenen Reststoffe (pflanzlich und tierisch)  können in einer MobiGas Anlage direkt klimaschonend genutzt werden. Das anfallende Biogas stellt den Energieträger für den verarbeitenden Betrieb zur Verfügung. Dies kann Wärme, Kälte und elektrischer Strom sein, auch eine direkte Verwertung des Gases als Erdgasersatz ist eine Option. Wird das produzierte Biogas aufbereitet, kann auch die Fahrzeugflotte für die Logistik betrieben werden.

Der zu hochwertigem Kompost veredelte Gärrückstand stellt den optimalen biogenen Dünger für den biologischen Gartenbau und sowohl für das Grün- als auch für das Ackerland dar. So wird die Basis für nährstoffreiche Lebensmittel geschaffen.

Die Nachfrage nach biologisch erzeugten Produkten steigt. Die Konsumenten wollen hochwertige Lebensmittel – die durchaus etwas kosten dürfen. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Nährstoff- und Vitamingehalt der Lebensmittel stimmt. Dies wird durch eine ökologische Bewirtschaftung des Bodens und einer biologischen Düngung mit Kompost anstatt industriell hergestelltem Kunstdünger erreicht. Dies wirkt sich auch positiv auf die CO2-Bilanz aus, denn wie diese Studie zeigte emittieren Biobetriebe je Flächeneinheit deutlich weniger CO2 als konventionelle Betriebe.[1]

Auch der Handel hat den Trend erkannt und bringt die Erzeugnisse der Landwirtschaft mit immer neuen Marken zum Konsumenten.

Hochwertiger Kompost, der für die Düngung im biologischen Landbau geeignet ist, ist ein Produkt der MobiGas Anlage.


[1] Hülsbergen K.-J. (2010): Möglichkeiten der C-Sequestrierung landwirtschaftlich genutzer Böden, Informationsmagazin der arge compost & biogas Österreich 01/10

Neben der Produktion von hochwertigen Lebensmitteln ist die Pflege und die Bewirtschaftung von Grünland und Wald eine Aufgabe der Landwirtschaft. Anfallendes Landschaftspflegegut und andere verholzte Biomasse, die nicht verfüttert werden kann und für die Verbrennung zu minderwertig ist, kann in der MobiGas Anlage zu Biogas und Kompost aufgewertet werden.

Durch die Produktion von Biogas in einer MobiGas Anlage kann der Land- zum Energiewirt werden und sich so ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein schaffen. Durch die Verwertung des Biogases in einem Biogasmotor mit Generator kann elektrischer Strom und Wärme (Kraftwärmekopplung) produziert werden. Der elektrische Strom, so nicht selbst am Hof verwertet, kann in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden und dezentral die Nachbarn versorgen. Die produzierte Wärme heizt das Wohnhaus und die Stallungen. Die so produzierte Energie ist zu 100% klimaneutral.

Alternativ kann das produzierte Biogas gereinigt werden und in einer Biomethan-Tankstelle als Treibstoff für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge verwendet werden. So spart das Biogas direkt CO2 durch die Substitution von fossilem Diesel ein.

Für die Produktion von energie- und nährstoffreichen Lebensmitteln benötigt man einen fruchtbaren, humosen Boden. Der Humusaufbau wird durch die Kompostdüngung deutlich verbessert. Ein humoser Boden hat eine bessere Wasserspeicherfähigkeit als ein vergleichbarer nicht humoser. Die Pflanzenverfügbarkeit der Nährstoffe wird nur durch eine funktionierende Bodenfauna (Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze) erreicht. Diese Mikrofauna wird durch Kompost mit Nahrung versorgt, den sie zu Humus umwandelt. Ein funktionierendes Ökosystem Boden stellt die wichtigste und größte CO2-Senke dar.

Kommunen/ Entsorger

Immer mehr Kommunen nehmen den Klimaschutz und die Energieversorgung in die eignene Hand und werden zur Klima- und Energiemodellregion

Zu den vielfältigen kommunalen Aufgaben zählt die Energieversorgung und die Reststoffentsorgung. Die Kombination dessen ist eine der Stärken der MobiGas Technologie. Denn biogene Reststoffe stellen, optimiert verwertet, eine wertvolle Ressource für die Kommune dar. Die Produktion des Energieträgers Biogas aus biogenen Abfällen lässt sich optimal in die bestehende Infrastruktur  - Entsorgung und Versorgung - einbinden und leistet eine wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Durch den Mix von erneuerbaren und regionalen Energieträgern kann die Kommune energieautark werden. Eine MobiGas Anlage stellt die optimale Ergänzung zu bestehenden Photovoltaikanlagen und Biomasseheizkraftwerken dar, denn Biogas ist einfach speicherbar. Das aus der Vergärung des Biomülls der Region produzierte Biogas kann Stromschwankungen, wenn die Sonne einmal nicht scheint, ausgleichen. Zusätzlich kann ganzjährig die Grundlastversorgung an Wärme abgedeckt werden, das Biomasseheizwerk fängt nur noch die Spitzenlast ab. So kann wertvolles Hackgut eingespart werden und die CO2 Bilanz noch mehr verbessert werden.

Aufgrund der kompakten Bauweise und des geringen Platzbedarfs stellt die MobiGas Anlage die optimale Ergänzung des bestehenden Abfallsammelzentrum dar. Über die vorhandene Sammel- und Abfuhrlogistik wird die Anlage mit den biogenen Reststoffen der Gemeindebewohner versorgt. Daraus wird dezentral Wärme und elektrischer Strom für die Kommune produziert. Durch die nachfolgende Kompostierung des festen Gärprodukts steht zusätzlich ein hochwertiger Humusdünger zur Verfügung.

 

  • Kohlenstoffsenke
    Global gesehen speichert Humus ca. 1600 GT Kohlenstoff und somit das zwei bis dreifache von Luft (760 GT).
  • Wasserspeicher
    Die wasserspeichernde Eigenschaft von Humus ist im Hinblick auf die Klimaerwärmung von Bedeutung (Starkregen  Ereignisse, vermehrte Abgänge von Muren). Die gespeicherte Wassermenge kann das zwanzigfache des Humusgewichts erreichen.
Idealfall Tourismusregionen

Der Tourismus ist die 2. Säule der Österreichischen Wirtschaft. Die saisonalen Spitzen an Energiebedarf auf der einen und Reststoffanfall auf der anderen Seite stellt Tourismusgemeinden vor diverse Herausforderungen.

Für diese bietet MobiGas die optimale Lösung. Aufgrund der Auslegung ist MobiGas modular und mobil. Die Anlage kann modular nach Anforderung erweitert, aber auch verkleinert werden, was äquivalent Kosten reduziert. Herkömmliche Abfallbehandlungsanlagen müssen auf die Spitzenlaste ausgelegt werden und arbeiten in einem, meist unökonomischen, nicht ausgelasteten Bereich. Nicht so MobiGas. Dieses Anlagenkonzept sieht vor, dass die Anlage auf die Grundlast ausgelegt wird und mit dieser Menge an Reststoff optimal und ökonomisch betrieben werden kann. Für die Saison, wenn der Energiebedarf und das Müllaufkommen hoch sind, wird die Anlage modular erweitert. Dafür bieten wir eine maßgeschneiderte Mietfermenter Lösung an. Die Kosten fallen so je nach Bedarf an, werden aber durch die in der zeit lukrierten Mehreinnahmen durch die Müllentsorgung und die Energiebereitstellung mehr als gedeckt.

Der produzierte Kompost eignet sich hervorragend zur Revitalisierung von Schipisten.

Gestüte

Pferdemist-Kompost hat viele Vorteile

Als Grünlanddünger ist Pferdemist-Kompost dem frischen Mist vorzuziehen [1]. Bei größeren Gestüten stellt sich da bald die Frage des Platzes, schließlich ist ein Pferdemisthaufen von den Geruchsemissionen her nicht sehr angenehm. Mobigas bietet hier eine optimale Möglichkeit den Pferdemist sauber zu verwerten und die Rottezeit zum wertvollen Naturdünger auf 2 Monate (inklusive Vergärdauer) zu verkürzen. Durch die gasdicht verschlossene Behandlungsbox, den Fermenter, sind Geruchsemissionen auf das Ab-/Ausmisten der Pferdeboxen und das Befüllen und Entleeren der MobiGas-Anlage beschränkt. Die kompakte Bauweise reduziert deutlich den Platzbedarf. Das produzierte Biogas kann zur Beheizung der Stallungen und des Reiterstüberls genutzt werden, der produzierte elektrische Strom deckt den Eigenbedarf zur Beleuchtung der Stallungen und der Reithalle. So ist eine dezentrale Energieproduktion im eigenen Betrieb bei gleichzeitiger Beantwortung der Entsorgungsfrage des Pferdemists gegeben.